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IDO-BERICHTE:
Bericht von
Alina Dorota Jarz±bek (IDO-Koordinatorin)
Bericht von Heidi Ortmann
(Lehrerin aus der Republik Südafrika)
Bericht von Jana Kocjanèiè
(Lehrerin
aus Slowenien)
Bericht von Jana Gmajner
(Teilnehmerin aus Slowenien)
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IDO-BERICHTE
DIE IV. INTERNATIONALE DEUTSCHOLYMPIADE
JUGEND-FORUM DEUTSCH
Warschau 2005
Bericht von Alina Dorota Jarz±bek
Die IV. IDO fand vom 29.05. bis
05.05.2005 in Warschau statt. Ihre Zielsetzung wurde wie folgt definiert:
Die IV. Internationale Deutscholympiade bietet Jugendlichen, für die der
Deutscherwerb von besonderer Relevanz ist, die Möglichkeit, einander zu
begegnen sowie bei einem Sprachwettbewerb ihre Leistungen in
ausgewählten Sprachbereichen zu vergleichen. Die IV. Internationale
Deutscholympiade bietet gleichzeitig den begleitenden Deutschlehrern die
Möglichkeit der Kontaktaufnahme und Begegnung.
Nachdem die Bemühungen um die Organisation der IV. IDO 2004 in Dänemark
gescheitert waren, übernahm der Hauptvorstand des Polnischen
Deutschlehrerverbands die Durchführung der Olympiade. In einer etwa
einjährigen Vorlaufphase wurden Konzept und Organisation erarbeitet.
Dabei waren im Wesentlichen die Vorstandsvorsitzende des Polnischen
Deutschlehrerverbands Dorota Obidniak und die stellvertretende
Vorstandvorsitzende Alina Dorota Jarzabek (Gesamtkoordination) beteiligt.
Informationen über Konzept und Ablauf der geplanten Veranstaltung waren
allen Interessenten unmittelbar über die IDO-Homepage zugänglich. Sie
wurde regelmäßig aktualisiert und war damit Ausgang für den laufenden
Informationsaustausch.
Die IV. IDO fand unter der Schirmherrschaft des IDV und des polnischen
Ministeriums für Nationale Bildung und Sport statt. Finanziell
unterstützten die Veranstaltung die Stiftung für Deutschpolnische
Zusammenarbeit in Warschau, das Goethe-Institut Warschau und der
Internationale Deutschlehrerverband sowie andere polnische Institutionen
und Verlage, dank deren finanzieller Unterstützung das Projekt
realisiert werden konnte.
Das Motto der IV. IDO lautete “Jugend-Forum Deutsch”. Ihre
Rahmenbedingungen sollten eine Diskussions- und Austauschebene für
Jugendliche aus zwanzig gemeldeten Ländern bieten. Folgende Nationen
hatten ihre Teilnahme zugesagt: Albanien, Armenien, Bulgarien, Estland,
Island, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, die Niederlande, Polen,
Republik Südafrika, Rumänien, Russland (Burjatien, Chakassien und
Krasnajarsker Süden, Karelien), Serbien und Montenegro, die Slowakei,
Slowenien, Tschechien, die Ukraine, Ungarn.
Gemeldet wurden insgesamt 77 IDO-TeilnehmerInnen, von denen 48 in der
Kategorie I (bis 1000 Unterrichtsstunden in Deutsch) und 29 in der
Kategorie II (über 1000 Unterrichtsstunden) geprüft werden sollten.
Durch Ausfall eines angemeldeten Schülers aus Armenien (Kategorie II)
war die endgültige Teilnehmerzahl 76. Die TeilnehmerInnen wurden von 21
Deutschlehrerinnen begleitet. Das Team der Organisatoren zählte 12
Personen. Als Ehrengäste erschienen die Präsidentin des IDV Helena
Hanuljaková und die Generalsekretärin Luèka Pristavenc .
Den Juryvorsitz übernahm Luise Kleiser vom Goethe-Institut Warschau. Sie
leitete gemeinsam mit Heike Toledo, der Koordinatorin und Fachberaterin
des BVA/ZfA, die Arbeit der IDO-Prüfer. Zwölf muttersprachliche
DeutschlehrerInnen, die in Polen im Rahmen des
Deutschlehrerentsandtenprogramms an bilingualen Schulen und als DSD
II-Prüfer tätig sind garantierten die einwandfreie sprachliche Qualität
der Prüfungsgremien.
Obwohl der 29.05.05 Anreisetag für die meisten Länderteams war, kamen
die Gäste aus Estland und Russland (Burjatien) bereits am 28.04.05 an.
Für sie entstanden keine zusätzlichen Kosten bezüglich der Unterkunft,
auch wenn das Burjatien-Team und die Gruppe aus Serbien und Montenegro
ihren Aufenthalt bis zum 6.05.05. verlängerten. Für alle Gäste gab es
einen kostenlosen Taxitransfer zum Hotel. Alle TeilnehmerInnen,
Begleitpersonen und Organisatoren wurden im Hotel LOGOS untergebracht.
Das Hotelrestaurant verpflegte die Gäste dreimal täglich. Der Großteil
der Programmpunkte fand ebenfalls hier sowie im Gebäude der polnischen
Lehrergewerkschaft statt, das dem Hotel angeschlossen war.
Allen Gästen wurden zunächst im IDO-Büro Begrüßungsgeschenke überreicht,
und zwar Tragtaschen, die neben einer IDO-Informationsmappe auch
Werbematerial und Gadgets des Goethe-Instituts Warschau und der Verlage
enthielten. Die Informationsmappe beinhaltete u. a. ein speziell für
diesen Anlass entwickeltes IDO-Portfolio, das als Anregung zum
Überdenken der jeweiligen Prioritäten und Reflexion vor Ort gedacht war.
Das offizielle Programm begann am Freitag Abend, dem 29. April, mit der
Präsentation der nationalen Länder-Teams. Deren Vertreter präsentierten
ihre Heimatländer sehr engagiert und ideenreich meistens in Form von
Powerpoint Präsentationen, die von Plakat- und Collageausstellungen,
Liedern und Quiz begleitet waren. Da die meisten Länderpräsentationen
den zeitlichen Rahmen wesentlich überschritten, musste auf die
ursprünglich vorgesehenen Vorstellungsrunden verzichtet werden. Die
IDO-TeilnehmerInnen gaben Näheres zu ihrer Person in den für alle
zugänglichen individuellen Steckbriefen bekannt. Mit den
Länderpräsentationen ergab sich eine beachtliche und lebendige Landes-
und Kulturkunde.
Am Samstag, dem 30.04. fand die feierliche Eröffnung der IV. IDO statt.
Schriftliche Grußworte richtete der Minister für Nationale Bildung und
Sport an die TeilnehmerInnen. Begrüßungsansprachen hielten auch Ulrike
Drißner, die Leiterin der Spracharbeit am Goethe-Institut Warschau und
Helena Hanuljaková, Präsidentin des IDV. Ein kleines
Unterhaltungsprogramm des Zauberers Jerzy Staneks leitete zur ersten
Vorstellung der einzelnen Projektgruppen.
Dieser Tag stand ganz im Zeichen der polnischen Literatur. Am Nachmittag
wurde in literarischen Workshops gearbeitet. Das Ziel war, durch die
Beschäftigung mit literarischen Stoffen der Kultur des Gastlandes nahe
zu kommen.. In vier Workshopgruppen lernten die Jugendlichen polnische
Kinderreime sowie Aphorismen und Gedichte kennen. Dazu entwickelten sie
kreative Ideen, die Ergebnisse ihrer literarischen, dramatischen und
musikalischen Bemühungen dem Publikum zu präsentieren. Anschließend
führten polnische IDO-TeilnehmerInnen einen kurzen Polnischunterricht
für internationale SchülerInnen durch.
Höhepunkt dieses Tages war jedoch der literarische Abend mit dem
bekannten polnischen Schauspieler, Olgierd Lukaszewicz. Seine
hervorragende Lesung polnischer Gedichte in exzellenter deutscher
Übersetzung endete mit stehenden Ovationen des begeisterten Publikums.
Nach der Lesung trafen sich die Begleitpersonen mit der Koordinatorin
Alina Dorota Jarzabek und der Juryvorsitzenden Luise Kleiser. Es wurden
die Prüfungsrichtlinien geklärt. Dieser Tag endete mit einem gemeinsamen
Abendspaziergang in die Warschauer Altstadt.
Für den Sonntag, den 01.05. war die schriftliche Prüfung angesetzt, die
aus drei Teilen bestand. Zuerst wurden Hör- und Leseverstehkompetenzen
geprüft, danach der schriftliche Ausdruck. Am Nachmittag stand eine
Stadtrundfahrt mit Führung auf dem Programm. Für Freiwillige gab es ein
Extra- Warschau-Quiz.
Der Montag war Tag der Vorbereitung für die mündlich Prüfung. Alle
Teilnehmerinnen wurden in Projektgruppen mit internationaler
Zusammensetzung integriert, die bereits seit der IDO-Eröffnung
feststanden. Ausschlaggebend waren dafür folgende Kriterien: Alter und
zugeordnete Sprachkategorie der Gruppenmitglieder. Die einzelnen
Projektgruppen erhielten Zeit- und Raumanweisungen, um eigene Projekte
zum Thema ”Menschenrechte”, und hier insbesondere zu einem ausgewähltem
Teilgebiet, zu entwickeln. Erwartet wurde zum einen kooperatives und
solidarisches, zum anderen kreatives, inhaltliches sowie logistisches
Handeln. Um jegliche äußere Beeinflussung der Projektgruppen
auszuschließen, standen den nichtbeschäftigten IDO-Gästen ein Ausflug
nach Krakau und eine Shopping-Tour in der Galeria Mokotow in Warschau
zur Auswahl.
Am Abend erholten sich alle IDO-TeilnehmerInnen von den Strapazen des
Tages im Caraoke-Konzert, woran sie sich aktiv beteiligten.
Am nächsten Tag, dem 2.05.05, fand die mündliche Prüfung statt. Bewertet
wurden die SchülerInnen individuell (kommunikative und sprachliche
Kompetenz) und als Projektgruppe (Präsentationsinhalte). Dabei wurden
die Gewinner des I., II und III Platzes in beiden Kategorien ermittelt.
Die Jury schlug vor, nicht nur eine der besten Projektarbeiten, sondern
vier der besten Arbeiten auszuzeichnen. Jede Jurygruppe ernannte somit
die beste Projektarbeit, die gerade vor dieser Jury vorgetragen worden
war. Laut der Teilnahmebedingungen wurden auch die IDO-TeilnehmerInnen
mit Urkunden in Gold (92 – 100 Punkte), in Silber (86 – 91 Punkte) und
in Bronze (80 – 85 Punkte) vergeben. Die IDO-Ergebnisse (individuell,
Projektgruppen, Länder) sind dem Anhang 1 zu entnehmen.
Während die Projektgruppen ihre Leistungen vor der Jury präsentierten,
tagten die Begleitpersonen mit der Vorsitzenden des PDV, Dorota Obidniak
sowie beiden IDV-Vorstandsvertreterinnen, Helena Hanuljaková und Luèka
Pristavenc. Folgende Themen wurden angesprochen: Zielsetzung und
Aktivitäten des Polnischen Deutschlehrerverbands, Änderungen bei den
Abiturprüfungen in Polen und anderen Ländern, IDV Vorhaben für die
nächsten Monaten, Entwicklung der regionalen Projekte weltweit u. a. m.
Allen Teilnehmern, die eine Prüfung ablegten und den Begleitpersonen
wurde eine Filmvorstellung vor Ort sowie ein Besuch des Museums des
Warschauer Aufstandes angeboten. Zum Abendessen servierte das
Hotelrestaurant typische Gerichte der polnischen Küche (Piroggen, Bigos,
Schmalz u. a. m.). Die
Jugendlichen nahmen an einem Discoabend teil, während die
Begleitpersonen, Gäste und Organisatoren ein gemütliches Beisammensein
genossen. Bei dieser Gelegenheit ergab sich ein Gedankenaustausch der
geladenen Jurymitglieder hinsichtlich der mündlichen Prüfungen. Sie
betonten dabei ihr Erstaunen über die hohe sprachliche Kompetenz sowie
die inhaltliche Angemessenheit und Reife fast aller Projektarbeiten.
Festgestellt wurde zudem die Tatsache, dass fehlende sprachliche
Homogenität innerhalb der einzelnen Gruppe zu schwächeren
Gesamtleistungen der gesamten Projektgruppe führte. Um diesem Faktor in
Zukunft gerecht zu werden, plädierte man für eine sorgfältigere
Gruppenzusammensetzung.
Am Mittwoch, dem 04.05. fand der feierliche Abschluss der IV.
Internationalen Deutscholympiade und des III. allgemeinpolnischen
Deutschwettbewerbs für Gymnasiasten statt. Anwesend waren u. a. Dr.
Reinhard Schweppe, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen,
Heinz Peters, Leiter der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft, Ulrike
Drißner und Luise Kleiser vom Goethe-Institut Warschau, Thomas Holzmann,
Institutsleiter im Österreich Institut, Dr. Stanis³aw D³u¿niewski,
Fachberater im Zentralen Lehrerfortbildungszentrum in Warschau, Heike
Toledo, Koordinatorin und Fachberaterin des BVA/ZfA und einige
IDO-Prüfer sowie Vertreter der fördernden Mitglieder des PDV,
Mitarbeiter der Verlage Hueber Polska, Langenscheidt Polska, LektorKlett,
REA, WSiP, WSZ PWN.
Ihre Statements hielten: Dr. Reinhard Schweppe, Botschafter der
Bundesrepublik Deutschland in Polen und zum Abschluss des III.
Allgemeinpolnischen Deutschwettbewerbs für Gymnasiasten Heinz Peters,
Leiter der Kulturabteilung der deutschen Botschaft.
Die Besten unter den Besten, also die Gewinner des I., II. und III.
Platzes sowie die besten Projektgruppen in den beiden Kategorien wurden
mit Preisen und Urkunden ausgezeichnet. Es gab ebenfalls Preise für die
richtige Lösung des Warschauer Quiz. Aus organisatorischen Gründen
wurden die Urkunden mit Unterschrift des Ministers für Nationale Bildung
und Sport in Gold-, Silber- und Bronze an weitere IDO-TeinehmerInnen auf
dem Postweg zugestellt.
Zum Abschluss war die Bühne frei für die besten Projektgruppen. Mit
diesem Auftritt endete die IV. Internationale
Deutscholympiade. Frau Helena Hanuljaková, Präsidentin des IDV,
beschloss mit einer Rede offiziell die Veranstaltung. Begleitet wurde
die Abschlussfeier von einer Ausstellung polnischer und deutscher
Lehrbuchverlage sowie einer Plakatausstellung. Im Foyer konnte das
Publikum nämlich alle die von den einzelnen Projektgruppen entworfenen
Plakate in Augenschein nehmen.
Die Organisatoren erhielten 54 ausgefüllte Bögen mit der IDO-Evaluation.
Ihre Auswertung befindet sich im Anhang 2.
Fast alle IDO-TeilnehmerInnen mit ihren Begleitpersonen konnten vor
ihrer offiziellen Abreise am 05.05.005 die verbleibende Zeit der Stadt
Warschau widmen. Dabei standen kostenlose Transfers zu den verschiedenen
Abreisestationen für alle Teilnehmergruppen zur Verfügung.
Für die Förderung des Projekts sollte abschließend noch einmal allen
Sponsoren der IV. Internationalen
Deutscholympiade gedankt werden:
Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit
Goethe-Institut Warschau
Internationaler Deutschlehrerverband
Zwi±zek Nauczycielstwa Polskiego/ Polnische Lehrergewerkschaft
Urz±d Miasta Warszawa /Stadtamt Warschau
Cornelsen Verlag
C. H. Beck
Hueber Polska
Langescheidt Polska
LektorKlett
Wydawnictwo Szkolne i Pedagogiczne
Wydawnictwo Szkolne PWN
ANHANG 1: Die Gewinner und
die Ergebnisse der IV. IDO
ANHANG 2: IDO-Evaluation
Der ganze Bericht als
Word-Datei (18 Seiten, 260 kB)

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