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IDO-BERICHTE


Die IV. Internationale Deutscholympiade

Bericht von Jana Gmajner aus Slowenien

Als ich an der Landesprüfung aus Deutsch als zweite Fremdsprache den ersten Platz gewann, hatte ich nicht daran gedacht, dass es da noch eine Prüfung geben würde. Zu meiner Überraschung bekam ich einen Anruf, in dem man mir sagte, dass ich von 29. April bis 5. Mai nach Warschau gehen würde um an der IV. Internationalen Deutscholympiade teilzunehmen.
Voller Erwartungen stand ich dann am 29. April in Begleitung von Jana Kocjanèiè und Jessica Rebecca Metelko, die Erstplatzierte an der Landesprüfung aus Deutsch als erste Fremdsprache, am Flughafen und ging oder besser gesagt flog dem Abenteuer entgegen.
Dort angekommen stand schon ein Taxi für uns bereit, das uns ins Hotel Logos brachte. Wir konnten schon sehr früh in Erfahrung bringen, wie freundlich die Polen eigentlich sind, was die späteren Begegnungen auch bestätigten.
Das Hotel stand an einem wunderschönen Platz, umgeben von Parks, Bäumen und mit einem Blick auf den Fluß Weichsel. Die Zimmer waren nicht gerade erstklassig, aber sie dienten ihren Zweck, und wir waren eh zu beschäftigt um die ganze Zeit dort zu verbringen.
Am ersten Tag, nach dem Abendessen, fanden die Länderpräsentationen statt. Jeder strengte sich sehr an und präsentierte sein Land von der allerbesten Seite. Es gab Powerpointpräsentationen, Plakate, verschiedene für die Länder typische Gerichte, einige haben sogar gesungen. Wir hatten ein Plakat, das die Form Sloweniens hatte, gemacht und pararell dazu eine Powerpointpräsentaition. Alle haben gelacht und ich glaube, dass sie den grünen Punkt Europas jetzt etwas besser kennen. Im großen und ganzen war das ein richtiger Spaß und trotz dessen haben wir auch viel über andere Nationen, ihre Kultur und Geschichte gelernt.
Der erste Tag war schnell vorrüber und so gingen auch die anderen vorbei.
Am 30. hatten wir den Tag der polnishen Literatur und arbeiteten in Internationalen Gruppen zusammen. Wir machten Plakate, sangen, tanzten und nach der Gruppenarbeit fand die Lesung von einem berühmten polnischen Schauspieler, Olgierd £ukaszewiczs, statt. Wir hörten gespannt zu, wie er die polnischen Gedichte las und am Ende fanden wir es sehr schade, dass es schon vorbei war.
Der nächste Tag war für die schriftliche Prüfung vorgesehen. Wir bekamen Fragebögen und Aufgaben, die alle nicht sehr schwierig fanden. Das einzige, was mich störte, war die Einteilung. Es gab zwei Kategorien: in der ersten waren Teilnehmer, die weniger als 1000 Stunden Deutschunterricht hatten, und in der zweiten waren die, die mehr hatten. Ich denke, dass das nicht die objektivste Lösung war und dass sie sich vielleicht an der nächsten Olympiade etwas anderes einfallen lassen sollten, womöglich eine Vorprüfung, wo die Deutschkenntnisse der Teilnehmer bewährtet sein würden.
Nach der Prüfung gab es eine Stadtbesichtigung, wo uns die Fremdenführer über die traurige Geschichte Warschaus aufklärten und uns die jetztige Stadt von ihrer besten Seite zeigten.
Am Tag danach hatten wir Projektarbeiten, wo wir in internationalen Gruppen eine Präsentation der Menschenrechte vorbereiteten, die wir dann am darauffolgenden Tag der deutschen Jury vorstellen würden. Ich habe mich mit meinen Teammitgliedern sehr gut verstanden und wir hatten uns schnell geeinigt, was und wie wir die Präsentation machen. Wir hatten viel Spaß das Plakat zu malen und uns einen Sketsch auszudenken. Die Disskusion am nächsten Tag war für uns persönlich ein voller Erfolg, obwohl wir später nicht platziert waren. Das Konversieren über verschiedene Themen machte mir Spaß, obwohl ein wenig Nervenkitzeln auch dabei war, man wusste ja nicht, was der Prüfer für Fragen stellen würde.
Am 4. Mai waren die Ergebnisse endlich bekannt. Sie haben mit der zweiten Kategorie angefangen, also warteten Jessica und ich gespannt auf die erste Kategorie. Als sie dann beim ersten Platz meinen Namen riefen, konnte ich nicht glauben, dass das wirklich wahr ist. Ich hatte überhaupt nicht das Gefuhl, dass ich so hoch platziert sein würde. Mit einem großen, erstaunten Lächeln im Gesicht ging ich auf die Bühne, wo man mir gratulierte und mir den Preis, eine Digitalkamera, überreichte. Jessica war 10. gewesen, was auch ein großer Erfolg war, man wird ja nicht jeden Tag 10. von 75 Teilnehmern aus 20 Ländern.
Zum Schluß hat der Fotograph noch ein Photo von allen Teilnehmern und Begleitern gemacht, damit dieses Ereignis unvergessen bleibt, aber ich bin mir sicher, dass es in den Herzen der Teilnehmer schon jetzt einen bestimmten Platz hat und auch in der Zukunft haben wird.


Jana Gmajner

 

    Der ganze Bericht als Word-Datei (2 Seiten, 30 kB)

 


   

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